Illumination der Gebäude rund um den Kirchplatz zwischen den Jahren

Nachdem unser Verein bereits mit vielen Maßnahmen zur Dorfbelebung in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit gefunden hat, wollen wir mit einer weiteren Aktion unser Dorf aufwerten.

Die Mitglieder des RV Wanderlust wollen ein für Methler bisher noch nicht dagewesenes Event zum Jahreswechsel in die Tat umsetzen: Es wird geplant vom 28. – 31.12.2020 die Fassade je-des einzelnen Gebäudes, die Bepflanzung und natürlich auch unser Ehrenmal auf dem Kirch-platz mit farbigen Licht (vornehmlich LED-Leuchten) von unten farbig anzustrahlen.


Bilder: Smartlite


Wir sehen es nicht nur als Alternative zu den Feuerwerkskörpern, deren Abbrennen ja bekanntlich auf dem Kirchplatz ohnehin verboten ist, sondern auch als einen aktiven Beitrag zur Feinstaubre-duzierung. Diese Illumination wird unseren Kirchplatz in eine ganz besondere Atmosphäre eintauchen.

In der Bürgerversammlung am 29.1.2020 wurde unsere Idee erstmalig vorgestellt und fand breite Zustimmung seitens der Stadtverwaltung und der anwesenden Vereine und Verbände.

Um die Durchführung der Illumination auf solide Beine zu stellen, bitten wir per Rundbrief derzeit um das Einverständnis der betreffenden Hauseigentümer auf dem Lutherplatz, damit auch deren Fassaden der Häuser von dem Farbenspiel erfasst werden können.

Manfred Chytralla
– Vorsitzender –

Vereinsheim bekommt Fachwerkfassade

Der RV Methler hat vor, sein Vereinsheim mit einer Fachwerkfassade dem Ortskern anzupassen.

Mit diesem Vorhaben werden wir uns zukünftig weiter beschäftigen und in der Stadt wieder in aller Munde sein. Das Dorf ist bereits jetzt neugierig darauf, was sich Wanderlust wieder in Sachen Dorfleben und -verschönerung ausgedacht hat.


Lesen Sie dazu folgenden Artikel aus ‚Methler aktuell‘:

RV Wanderlust Methler hat mit seiner Maskennähaktion alles richtiggemacht

Existenz des Vereins gerettet und die Bevölkerung mit Nasen- und Mundmasken versorgt

Es war kein Aprilscherz als die Ehefrau Silvia des Vorsitzenden Manfred Chytralla am 1.4.2020 ihrem Manfred von ihrem Gedanken erzählte, im angemieteten Vereinsheim von den Vereinsmitgliedern Nasen- und Mundmasken nähen zu wollen. Noch am selben Tag wurde die Stadtverwaltung angetextet, ob man sich angesichts des erlassenen Versammlungsverbotes im Vereinsheim treffen dürfte, um in einer Gemeinschaftaktion diese Masken zu fertigen

Zunächst bekam man eine Ablehnung, weil die Stadt Bedenken wegen der Hygiene- und Abstandsregelungen hatte. Doch nach weiteren Informationen des Vorstandes an die Stadt hat man dort grünes Licht gegeben und Wanderlust am 6.4. von der Entscheidung unterrichtet, dass man starten könne. Von Silvias Idee, bis zur Abklärung der rechtlichen Fragen und zur Umsetzung vergingen nur wenige Tage. Bereits am Nachmittag des 6.4. besorgte sich Manfred die ersten Staubsaugerbeutel von der Kamener Reinigungsfirma Kareima, um ein Stück vom Vlies in die Masken mit einzubringen. Er wusste durch Studien, dass der Wirkungsgrad der Masken durch die Vlieseinlage entscheidend erhöht würde.

Die rechtlichen und medizinischen Unsicherheiten wurden geprüft und einer Lösung in der Form zugeführt, als dass man bei der geplanten Ausgabe der Masken neben einem Anschreiben auch Sicherheits- und Pflegehinweise mit aushändigte. Außerdem versicherte man sich, dass das verarbeitete Staubsaugervlies keine Polymerstäube enthalten.

In der Vereins-WhatsApp-Gruppe rief Manfred dazu auf, dass des Nähens Kundige sich melden mögen. Zaghaft meldeten sich die ersten, die helfen wollten, jedoch mangelte es zunächst an der Kunst des Nähens. Aber anderweitig wurde Hilfe angeboten: Vom Vereinsschriftführer Hartmut Kukatsch, bekam man eine Singer-Nähmaschine im Holzschrank zur Verfügung gestellt, auf der schon seine Mutter Kleidung für ihn nähte. Weitere Mitglieder meldeten sich zum Zuschneiden und Stecken des Stoffes mit Stecknadeln, sowie zum Bügeln, Abschneiden der Gummis etc. Und am 8.4. saß die erste Mannschaft mit drei Nähmaschinen im Vereinsheim und versuchte sich anhand eines Videofilmes an der ersten Fertigung einer Maske.

Von dem zunächst ernüchternden Arbeitsergebnis von 6 Masken in 4 Stunden, die von 5 Personen geschafft wurden, ließ man sich nicht entmutigen. Selbst die Aussage vom mithelfenden Geschäftsführer Georg Bethke, dass kein Gesicht so schief sein kann, dass die von ihm produzierte Maske jemanden passen würde, nahm man als humoristische Aussage hin. Am nächsten Tag, 9.4.2020, wurde ein neues Schnittmuster ausprobiert und insgesamt 12 Vereinsmitglieder legten mit neuem Elan ein nicht für möglich gehaltenes Ergebnis von 75 vorzeigbaren Masken als Tagesergebnis vor.



Beflügelt vom tollen Pressebericht des Hellweger Anzeigers fanden sich nach Ostern wiederum nicht nur viele Vereinsmitglieder ein, um Masken zu fertigen, sondern Wanderlust bekam auch Unterstützung von zwei vereinsfremden Damen (Gaby Einecke und Renate Rumpf), die mit ihren Nähkünsten noch einmal richtig Schwung ins Team brachten.



Bei der nächsten Maskenausgabe nach Ostern am 14.4. bildetet sich schon eine kleine Schlange vor unserem Vereinsheim.

Inzwischen waren wir mit profihaft anmutendem Plexiglasschutz als Husten- und Niesschutz ganz weit vorn, der von der Kamener Firma Steelvoll kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Die Berichte in den Zeitungen, Antenne Unna und der Facebookbetreuerin Nicole Schremmer-Bothe, die unter facebook auf die nächste Maskenausgabe am 16.4. hingewiesen haben, riefen auch eine neidvolle Stimme auf den Plan. Sie konnte sich nicht damit anfreunden, dass die Öffentlichkeit dem RV Wanderlust so viel wohlwollende Aufmerksamkeit schenkt. Die Verantwortlichen buchten das unter dem Motto ab: Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt.“ Ein Spruch von Arthur Schoppenhauer, „In Deutschland ist die höchste Anerkennung der Neid“, bestärkte die Helfer*innen in ihrem Wirken für den sozialen Einsatz des Vereins und die Dorfbewohner

Angesichts des Erfolges bei der Spendenbereitschaft der Bevölkerung und der damit verbundenen Existenzsicherung des Vereins potenzierte sich der Arbeitseinsatz des immer größer werdenden und sich abwechselnden Einsatzteams. Die Stimmung war bei den Helfern und Spendern gleichermaßen euphorisch.

Inzwischen wurden die Gummibänder knapp und es wurde in den Medien ein Aufruf gestartet, der nicht nur Gummibänder, sondern auch neue, ausgefallene Stoffe brachte. Das Model „Glückauf“ wurde aus Hemden ehemaliger Bergwerksmitarbeiter geschneidert. Oldtimerliebhaber kamen mit Stoffen, auf denen der VW Bulli T1 zu sehen ist, voll auf ihren Geschmack.



Die Zuneigung zum Verein und dessen Engagement äußerte sich auch darin, dass Wanderlust auch noch elektrische Nähmaschinen geschenkt bekam, die man gut gebrauchen konnte, denn die Helfer*innen waren so lern- und wissbegierig, dass sie nach kurzer Zeit auch mit diesen Maschinen nähen konnten.

Damit erhöhte sich die tägliche Produktion abermals. Außerdem meldete sich mit Ralf Tumienny ein Nähmaschinenreparateur und bot seine Hilfe an, die heiß gelaufenen Nähmaschinen wieder in Stand zu setzen. Eine weitere Nähmaschine hatte er auch für den Verein dabei, sowie Gummibänder, ausgefallene Stoffe und reichlich Nähgarn in verschiedenen Farben.

Die Maskenausgabe 22.4. zwischen 17 und 18:00 Uhr wurde zu einem vorläufigen Höhepunkt. Eine Schlange von ca. 40 Metern bildete sich und die es wurden rund 150 Masken ausgegeben. Dieser Tag wurde jedoch schnell am 25.4. übertroffen, weil die Politik eine Maskenpflicht für den kommenden Montag, 27.4. ankündigte. Die Schlange der diszipliniert und im gebührenden Abstand voneinander wartenden Menschen war ca. 100 Meter lang und reichte bis zur Margaretenkirche.



Es schien, als ob ganz Methler nun die nun professionell aussehenden Masken in einer schier unendlichen Vielfalt fein säuberlich in hygienisch verpackten Gefrierbeuteln haben wollte. Das Motiv „Hallo Kitty“ war bei Kindern besonders beliebt.



Ganz nebenbei sind eine Anzahl von Dorfbewohnern wegen des Engagements von Wanderlust dem Verein beigetreten und lassen ihrem Lob und Anerkennung auch Taten folgen. Das freut Wanderlust sehr, weil es natürlich nachhaltig ist.

Inzwischen hat auch der Schützenverein Methler den einen Aufruf seines Vorsitzenden Dirk Poppke folgend, den Radsportverein personell unterstützt, weil die seit drei Wochen jeweils 5 Stunden werktäglich produzierenden Helfer*innen am Limit angekommen sind. Wanderlust bedankt sich bei Petra Freitag, Kerstin und Gerda Poppke für die hilfreiche Unterstützung.

Am 28.4. war der vorletzte Ausgabetag und von den Helfer*innen wurde als vorläufig letzter Ausgabetag der Samstag, 2. Mai zwischen 11 und 12:00 beschlossen. Selbst Schneegestöber hielt die Menschen nicht davon ab, sich mit Masken einzudecken.



Nach der letzten Maskenausgabe meldete sich die Presse beim Vorsitzenden, Manfred, mit dem Hinweis, dass ein besorgter Leser mitteilte, dass manche Staubsaugerbeutel antibakteriell wirkendes Pulver aus Polymer enthalten könnten, die eine gesundheitsschädliche Wirkung haben können, sollten diese in die Atemwege gelangen. Diese von der Drogeriemarktkette „dm“ verbreitete Mitteilung war dem Verein bekannt, ging jedoch ins Leere, weil die verwendeten Staubsaugerbeutel der Fa. Kareima keine derartigen Stoffe enthalten. Dies wurde bereits bevor die Masken gefertigt wurden geprüft und nunmehr auch von der Geschäftsführerin von Kareima, Sandra Oelgeklaus, bestätigt.

Bei seiner Maskennähaktion in seinem Vereinsheim hat der RV Wanderlust alles richtiggemacht: Soziales Engagement gezeigt, frei nach den Worten von J.F. Kennedy „Frage nicht was dein Verein (Dorf, Land) für dich tun kann, sondern frage, was du für dein(en) Verein (Dorf, Land) tun kannst“, den Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Radsportverein Wanderlust Methler 1900 e.V. untereinander, der Dorfbewohner und des Dorfes unterstützt. Und den bekannten Ausspruch von Helmut Schmidt mit Leben erfüllt, der einmal gesagt hat: „In der Krise erkennt man den Charakter.“ Dies ist im Positiven wie auch Negativen gemeint. Während hamsternde Zeitgenossen sich mit Kassiererinnen und Ladenbesitzern herumstreiten, warum man nicht bis zu 80 Rollen Toilettenpapier kaufen darf, wartet der RV Wanderlust mit Aktionen auf, die der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen.

Der Dank des Vorstandes um Manfred und des gesamten RV Wanderlust geht an das Helferteam mit Rolf Berkemeier, Georg Bethke, Nicola Bucholski, Silvia Chytralla, Mike Eberl, Gaby Einecke, Christiane Heinemann, Marion und Martin Jacobi, Yvonne Kalle, Hartmut Kukatsch, Heidi Linke, André und Silvana Löwe, Sabine und Wolfgang Merkel sowie Jan Merkel, der einige Male mit Gebärdensprache weiterhalf, Desirée Patschkowski, Birgit Recker, Renate Rumpf, Monika Rütter aus Münster und Gudrun Stoverock, die das neue Schnittmuster und selbstgenähte Masken zur Verfügung stellten sowie Ralf Tumienny. Außerdem half der Vereinsnachwuchs in Person von Caitlin, Josephien, Leonie und Lewis.

Besondere Erwähnung gebührt Wolfgang Merkel, der stets um das leibliche Wohl des Einsatzteams besorgt war und der den Zusammenhalt mit Getränken und selbst hergerichteten Menüs festigte.

Nicht zu vergessen der „Vereinshund Cola“, der akribisch aufpasste, dass die Arbeiten in gebührendem Abstand erfolgten.

Vorerst letzte Maskenausgabe am Samstag, 2. Mai 2020 von 11 – 12:00 Uhr

Am Samstag, 2. Mai 2020, werden im seinem Vereinsheim in Methler, Otto-Prein-Str. 29, vorerst zum letzten Mal, Nasen- und Mundmasken gegen eine Spende für den gemeinnützigen Verein ausgegeben. Es sind reichlich neue Muster gefertigt worden.

In einer Gemeinschaftsaktion, die als „systemrelevant“ eingeschätzt wurde, hat der Verein unter Beachtung der einschlägigen Abstandsregelungen von 1,50 m bis 2,00 m und Hygienevorschriften an weit auseinanderliegenden Tischen lange vor der Einführung der Maskenpflicht im Vereinsheim Nähplätze eingerichtet.

Die Fa. Steelvoll aus Kamen stellte eine 1m x 2m große Plexiglaswand als Schutz bei der Maskenausgabe zur Verfügung.

Zehn Arbeitsschritte sind notwendig, um eine aufwendige Nasen- und Mundbedeckung mit Gummibändern und eingelegtem Vlies herzustellen. Seit mehreren Wochen haben die freiwilligen Helfer*innen im April werktäglich ca. 5 – 6 Stunden ehrenamtlich und unentgeltlich Masken aus reinem Baumwollstoff geschneidert, welcher bei 60 °C mit herkömmlichen Waschmittel gewaschen werden kann. Besonders wirkungsvoll ist die Einlage eines Staubsaugerbeutelvlieses.

Versehen mit einer Sicherheits- und Waschanleitung sowie mit Antworten auf häufig gestellte Fragen, wurden die Nasen- und Mundmasken einzeln hygienisch verpackt und in durchsichtigen Gefrierbeuteln im Vereinsheim gegen eine Spende abgegeben. Die Interessenten waren so zahlreich, dass es bei der Ausgabe am Samstag, 25.4.2020, zu einer fast 100 langen Schlage bis zur Margaretenkirche kam. Der Verein kontingentierte die Maskenausgebe deshalb auf zwei Stück pro Person. Jeder Wartende sollte ja schließlich eine Maske erhalten können.



Durch sein soziales Engagement erhofft sich der Verein weitere Mitgliederzugänge aus dem Stadtteil Methler. Mit einem monatlichen Beitrag von lediglich 2,00 € gewährt er seinen Mitgliedern sogar Vergünstigungen bei seinen Veranstaltungen wie Karneval, Pättkesfahrten und Rasenradballturnieren. Wanderlust bedankt sich für Lob und Anerkennung für sein Wirken und freut sich gleichermaßen über ausgefüllte Aufnahmeanträge.

Masken-Nähaktion des Radsportverein Wanderlust Methler 1900 e.V. sorgt für Zusammenhalt und Existenz

Auch das Vereinsleben des Radsportverein Wanderlust Methler liegt brach und der Verein macht sich nicht nur coronabedingte gesundheitliche Sorgen, sondern er sorgt sich auch um seine finanzielle Situation. Die Kosten des Vereinsheim (Miete, Nebenkosten, Versicherungen etc.) müssen weiter entrichtet werden, aber Wanderlust hat keine Möglichkeit mit der Vermietung oder eigenen Veranstaltungen Kosten aufzufangen. Fest zugesagte Termine wie Konfirmations- und Kommunionsfeiern wurden ebenso abgesagt wie Geburtstage, Schulabschlussfeiern und diverse Zusammenkünfte der Vereinsmitglieder und anderer Vereine, die das Vereinsheim des RV Wanderlust regelmäßig nutzen.

In konsequenter Fortführung des Gedankens von J.F. Kennedy

„Frage nicht was dein Verein (Dorf, Land) für dich tun kann, sondern frage, was du für dein(en) Verein (Dorf, Land) tun kannst“.

haben sich die Mitglieder des Radsportvereins in Zeiten, denen unser Leben vom Coronavirus beeinträchtigt wird, einen zweiten Leitspruch verinnerlicht. Es ist der bekannte Ausspruch von Helmut Schmidt, der einmal gesagt hat:

„In der Krise erkennt man den Charakter.“

Dies ist im Positiven wie auch Negativen gemeint. Während hamsternde Zeitgenossen sich mit Kassiererinnen und Ladenbesitzern herumstreiten, warum man nicht bis zu 80 Rollen Toilettenpapier auf einmal kaufen darf, wartet der RV Wanderlust mit Aktionen auf, die der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen. So hat der Traditionsverein in Methler bereits im März Hilfsdienste für Corona-Risikogruppen angeboten. Nun beweist Wanderlust ein weiteres Mal seine soziale Einstellung und Verantwortung für die Dorfbewohner mit handfesten Taten.

In einer Gemeinschaftsaktion, die als „systemrelevant“ eingeschätzt wurde, hat der Verein unter Beachtung der einschlägigen Abstandsregelungen von 1,50 m bis 2,00 m und Hygienevorschriften an weit auseinanderliegenden Tischen lange vor der Einführung der Maskenpflicht im Vereinsheim Nähplätze eingerichtet. Zehn Arbeitsschritte sind notwendig, um eine aufwendige Nasen- und Mundbedeckung mit Gummibändern und eingelegtem Vlies herzustellen. Seit mehreren Wochen haben die freiwilligen Helfer*innen im April werktäglich ca. 5 – 6 Stunden ehrenamtlich und unentgeltlich Masken aus reinem Baumwollstoff geschneidert, welcher bei 60 °C mit herkömmlichen Waschmittel gewaschen werden kann. Besonders wirkungsvoll ist die Einlage eines Staubsaugerbeutelvlieses.

Versehen mit einer Sicherheits- und Waschanleitung sowie mit Antworten auf häufig gestellte Fragen, wurden die Nasen- und Mundmasken einzeln hygienisch verpackt und in durchsichtigen Gefrierbeuteln im Vereinsheim gegen eine Spende abgegeben. Die Interessenten waren so zahlreich, dass es bei der Ausgabe am Samstag, 25. 4.2020, zu einer fast 100 langen Schlage bis zur Margaretenkirche kam. Der Verein kontingentierte die Maskenausgebe deshalb auf zwei Stück pro Person. Jeder Wartende sollte ja schließlich eine Maske erhalten können.



Niemand hätte bei dem Beschluss im Juli 2019, die alte Bäckerei in ein Vereinsheim umzuwandeln, daran gedacht, dass angesichts einer Coronapandemie dieses Vereinsheim einmal mit einer Nasen- und Mundmaskennähaktion einer solch sozialen Nutzung zugeführt würde.

Durch sein soziales Engagement erhofft sich der Verein weitere Mitgliederzugänge aus dem Stadtteil Methler. Mit einem monatlichen Beitrag von lediglich 2,00 € gewährt er seinen Mitgliedern sogar Vergünstigungen bei seinen Veranstaltungen wie Karneval, Pättkesfahrten und Rasenradballturnieren. Wanderlust bedankt sich für Lob und Anerkennung für sein Wirken und freut sich gleichermaßen über ausgefüllte Aufnahmeanträge. Den Aufnahmeantrag (PDF) kann man herunterladen, ausdrucken, ausfüllen und dem Verein zuleiten.

Nachfrage an selbst gefertigte Nasen- und Mundmasken reißt nicht ab

Ein weiteres Mal hat sich am Montag, dem Tag der Veröffentlichung in der Zeitung eine Schlange vor dem Vereinsheim des RV Wanderlust gebildet.

Die Helfer*innen kamen kaum mit der Produktion der Masken hinterher, aber die Interessenten warteten geduldig im angemessenen Abstand, um sich aus den verschieden Motiven die richtige Maske für sich auszusuchen.

Am 20.4.2020 hatte der Verein einen weiteren Ausgabetermin für die selbstgefertigten Nasen- und Mundmasken anberaumt. Über die Presse, Antenne Unna und facebook wurde dies der breiten Öffentlichkeit mitgeteilt, dass zwischen 17 – und 18:00 Uhr wieder die beliebten Masken ausgegeben werden. Inzwischen werden diese nicht nur von Kamener Bürgern, sondern auch von Menschen geordert, die recht weit entfernt wohnen. Da sind z.B. Manfred und Gerlinde Müller, Freunde des Vereins aus Weilerswist, die gleich 10 Masken angefordert haben oder ein Mitglied aus Stuttgart, welches vier Masken für die Familie bestellt hat.

Aufgrund der sich auf eine Maskenpflicht zumindest im öffentlichen Personennahverkehr zuspitzenden Lage und der großen Nachfrage hat sich der RV Wanderlust entschlossen erneut am Mittwoch und Freitag jeweils zwischen 17 – und 18:00 Uhr* weitere Masken gegen eine Spende auszugeben.



„Diesmal sind wir auf einen Ansturm gut vorbereitet,“ so Geschäftsführer des Vereins, Georg Bethke. Die Helfer*innen habe sich mit tollen Stoffen, und wiederum Vlies von einer Kamener Reinigungsfirma eingedeckt und fertigen emsig und mit viel Enthusiasmus ihre Masken. Diese werden hygienisch einzeln in Mehrzweckbeuteln verpackt und mit einer Sicherheits- und Waschanleitung ausgegeben. Außerdem wird ein Bogen beigefügt, wo man auf oft gestellte Fragen Antworten bekommt. Nur an Gummibändern hapert es noch. Die sind in allen Kamener Geschäften wohl ausverkauft.

* Nachtrag 23. April:

Manfred Chytralla, 1. Vorsitzender des RV:

Langsam kommen wir an unsere Leistungsgrenze. Die Helfer*innen haben nun beschlossen, nicht am Freitag zwischen 17 und 18:00 Uhr die Masken auszugeben, sondern am Samstag zwischen 11 und 12:00 Uhr. Die Verschiebung wird notwendig, weil wir genügend Masken für die Interessenten zur Verfügung haben wollen.

Voller Erfolg der Maskennähaktion und die Abgabe an die Dorfbewohner

Die Helferinnen und Helfer des RV Wanderlust hatten ca. 150 Nasen- und Mundmasken mit unterschiedlichsten Motiven vorbereitet. Der Hellweger Anzeiger hatte berichtet, dass diese Masken vom Verein an Interessierte ausgegeben werden und eine Telefonnummer veröffentlicht, unter der man sich melden konnte. Eine riesengroße Nachfrage prasselte auf den Verein ein, der für die Masken lediglich Spenden entgegennahm.

Zwischen 17 und 18:00 Uhr wurden die Masken ausgegeben und es bildete sich tatsächlich eine kleine Schlange. Alle Interessenten warteten geduldig im gebührenden Abstand und traten dann das große Hinweisschild beachtend auch einzeln ins Vereinsheim ein.



Innerhalb einer Stunde waren die Masken vergriffen und der Verein hatte eine Monatsmiete an Spenden erhalten. Alle Seiten waren glücklich und der Verein entschied sich während der Ausgabezeit weitere Masken herzustellen. Diese werden am heutigen Mittwoch „in Produktion gehen“ und wieder zwischen 17 – 18 Uhr ausgegeben. Dass dies notwendig ist zeigen die weiteren Anruf am heutigen Mittwoch.

Eine erfreuliche Nebenwirkung der Initiative des RV Wanderlust und des Zeitungsberichtes war, dass sich nicht nur weitere vereinsfremde Helferinnen meldeten, die mit der Nähmaschine umzugehen wissen, sondern es wurde dem Verein von Herrn Zimmermann aus der Kamener Humboldtstr. eine kaum genutzte elektrische Nähmaschine geschenkt.

Masken-Aktion für den Zusammenhalt und die Existenz

Unser Vereinsleben liegt brach und wir machen uns nicht nur coronabedingte gesundheitliche Sorgen, sondern sorgen uns auch um unsere finanzielle Situation. Die Kosten des Vereinsheim (Miete, Nebenkosten, Versicherungen etc.) müssen weiter entrichtet werden, aber wir haben keine Möglichkeit mit der Vermietung oder eigenen Veranstaltungen Kosten aufzufangen. Festzugesagte Termine wie Konfirmations- und Kommunionsfeiern wurden ebenso abgesagt wie Geburtstage, Schulabschlussfeiern und diverse Zusammenkünfte der Vereinsmitglieder und anderer Vereine, die das Vereinsheim des RV Wanderlust regelmäßig nutzen.

In konsequenter Fortführung des Gedankens von J.F. Kennedy (Frage nicht was dein Dorf für dich tun kann, frage, was du für dein Dorf tun kannst.) haben wir in Zeiten, denen unser Leben vom Coronavirus beeinträchtigt wird, einen zweiten Leitspruch verinnerlicht. Es ist der bekannte Ausspruch von Helmut Schmidt, der einmal gesagt hat:

In der Krise erkennt man den Charakter.

Dies ist im Positiven wie auch Negativen gemeint. Während hamsternde Zeitgenossen sich mit Kassiererinnen und Ladenbesitzern herumstreiten, warum man nicht bis zu 80 Rollen Toilettenpapier kaufen darf, wartet der RV Wanderlust mit Aktionen auf, die der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen.

Der RV Wanderlust startet mit Genehmigung der Stadt Kamen eine Aktion, bei der im Vereinsheim Nasen- und Mundmasken genäht werden, da diese immer noch Mangelware sind. Aus rechtlichen Gründen und weil man bestimmten Abmahnanwälten, die dann mit kostenpflichtigen Unterlassungserklärungen Geld verdienen, keine einfache Verdienstmöglichkeit bieten möchte, werden diese Masken nicht als Mundschutzmasken bezeichnet.

Die Stadtverwaltung Kamen hatte das Ansinnen, im Vereinsheim des RV Wanderlust in einer Gemeinschaftsaktion solche Nasen- und Mundmasken zu nähen, wegen des Versammlungsverbotes zunächst eine Absage erteilt. Wir haben jedoch versichert bei einer solchen Gemeinschaftsaktion die einschlägigen Abstandsregelungen von 1,50 m bis 2,00 m und Hygienevorschriften einzuhalten und die Stadtverwaltung hat daraufhin erfreulicherweise grünes Licht gegeben. Es werden nun an den weit auseinanderliegenden Stammtischen und an der Kopfwand Nähplätze im Vereinsheim eingerichtet, um diese Masken herzustellen. In einem Aufruf an die verschiedenen WhatsApp-Gruppen des Vereins haben sich spontan Mitglieder gefunden, die diese Masken aus reinem Baumwoll- und Leinenstoff, herstellen wollen und dies bereits auch in die Tat umgesetzt. Besonders wirkungsvoll ist die Einlage aus Staubsaugerbeutelvlies, was auch die Bildzeitung meldet.

RV-Methler zeigt Einsatz beim Corona-Bürgerdienst

Auch im Stillstand in Coronazeiten macht der RV Wanderlust Schlagzeilen.

Der RV Wanderlust Methler setzt ein Zeichen des Zusammenhaltens und gegenseitiges Unterstützens im Dorf Methler. Nicht nur wenn es um Events und geselliges Zusammensein geht, sondern auch in schwierigen Zeiten erfüllt unser Traditionsdorfverein die zutreffenden Worte von Helmut Schmidt mit Leben: „In der Krise zeigt sich der Charakter“.

Nachdem das Vereinsleben und auch das Leben im neuen Vereinsheim im Dorfkern von Methler gänzlich zum Erliegen gekommen ist, demonstriert der Elferratspräsident André Löwe eine naheliegende Idee. Diese hat Löwe am Mittwoch in die WhatsApp-Gruppe des Vereins gegeben und innerhalb eines Tages haben sich spontan mehr als 10 Helfer*innen bereiterklärt. Anbei findet Ihr das Schreiben, ein Bild und den Bericht hierüber im Hellweger Anzeiger.

Seit dem 27. März 2020 findet man unser Hilfsangebot online unter den einschlägigen Stellen auf der Internetseit der Stadt Kamen (www.stadt-kamen.de). Wenn man dort „CORONA / COVID 19“ anklickt und danach ein weig herunterscrollt, kommt man zum Absatz  „Corona-Bürgerdienste“. Dort klickt man auf  „folgenden Übersicht über die aktuellen Angebote“ und schon sieht man auf der ersten Seite das Hilfsangebot des RV Wanderlust.